
Fino
Fino – der Hund, mit dem alles begann
Hunde gehören zu meinem Leben, seit ich denken kann. Mein erster eigener Hund war jedoch Fino. Ich bekam den Border Collie mit 16 Jahren und von diesem Moment an ging er jeden Weg mit mir: durch die Schulzeit, das Studium, mehrere Umzüge und schließlich hinein in mein Berufsleben.
Fino machte es mir anfangs nicht leicht. Er zog mich wortwörtlich durch die Gegend und reagierte auf Männer, andere Rüden und vorbeifahrende Autos etc. Mit ihm stieß ich früh an meine Grenzen. Gerade deshalb begann ich, mich intensiv mit Hundeverhalten und Training auseinanderzusetzen.
Als Fino sechs Jahre alt war, absolvierten wir gemeinsam meine Hundetrainerausbildung. Später wurde er zum Therapiebegleithund ausgebildet und arbeitete mehrere Jahre souverän an meiner Seite in der Schule. Wer ihn erst aus dieser Zeit kannte, konnte kaum glauben, wie herausfordernd unsere Anfänge gewesen waren.
Fino war mein Seelenhund, mein treuester Begleiter und zugleich mein größter Lehrer. Durch ihn habe ich erfahren, was entstehen kann, wenn wir nicht nur das Verhalten eines Hundes verändern wollen, sondern beginnen, ihn wirklich zu verstehen.
Er entfachte meine Leidenschaft für das Hundetraining und legte den Grundstein für die Eröffnung meiner Hundeschule im Jahr 2014.
Doch Fino hat nicht nur meinen beruflichen Weg geprägt. Auch dass mein heutiger Mann und ich zusammengefunden haben und heute unser Leben miteinander teilen, verdanken wir zu einem großen Teil ihm. Fino hat mir damit nicht nur meinen beruflichen Weg, sondern auch den Menschen an die Seite gestellt, mit dem ich mein Leben verbringen möchte. Als wir später heirateten, konnte er nicht mehr selbst dabei sein. Trotzdem bekam er bei unserer Hochzeit einen ganz besonderen Platz, denn auch unsere gemeinsame Geschichte wäre ohne ihn vermutlich eine andere.
Fino wurde vierzehneinhalb Jahre alt. Seinen letzten Atemzug machte er in meinen Armen. Es fühlte sich an, als hätte er selbst auf diesen Moment gewartet: auf einen freien Tag, an dem mein heutiger Mann und wir alle gemeinsam mit ihm in einem Raum sein konnten. Bis zuletzt war er an meiner Seite, so, wie er es sein ganzes Leben lang gewesen war.
Wenn ich heute auf unsere gemeinsame Zeit zurückblicke, habe ich das Gefühl, dass Fino mich Schritt für Schritt durch mein Leben geführt hat. Er hat mir Wege geöffnet, mir vieles abgenommen und mir zugleich alles gezeigt, was ich lernen sollte: über Hunde, über Vertrauen, über Verantwortung, über Liebe und schließlich auch über das Loslassen.
Heute ist er nicht mehr an meiner Seite und doch steckt ein Teil von ihm in allem, was ich tue und in dem Leben, das ich führe. Ohne Fino gäbe es weder meinen heutigen Weg noch „Hund & Du. Gemeinsam Eins.“ in dieser Form.


